El Flaco
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Ich tanzte schon seit 6 Jahren Tango, bis es mich (trotz zahlreicher, insgeheim gehegter Vorurteile) doch nach Buenos Aires verschlug.

Und so saß ich dann eines Nachts dort im berühmten Canning und beobachtete diesen alten Burschen, wie er immer nur hübsch zur Musik einige Schritte vor setzte, sachte stoppte und dann einen Schritt zurücknahm, um wieder einige Schritte geradezu weiterzutanzen. So völlig entspannt und gänzlich unspektakulär. In seinen Armen eine exzellente Tänzerin, die sich sichtlich wohlfühlte und von allen Seiten hörte ich, dass es sich in seiner Umarmung so richtig gut anfühlen täte. Nach und nach verschwand er wieder im Gewühl der Tanzfläche und ich sah ihm schon ein wenig missmutig hinterher und grübelte darüber nach, warum es sich so gut anfühlte.

Ich blieb mehr als ein Jahr in Buenos Aires und tanzte und lernte so intensiv wie es mir möglich war. In dieser Zeit hatte ich viele kleine „Erleuchtungsmomente“, mein Tanz hat sich enorm entspannt und vieles fällt mir so sehr viel leichter.

Dennoch: die Zeit reichte nicht, um „es“ wirklich endgültig zu verstehen. Es geht eben nicht nur um Schritte oder Haltung, sondern um ein inneres Gefühl, einen „inneren Tango“. Aber ich bin ihm auf der Spur... mit jedem neuen Tango, den ich tanze.

Zu den Paaren, bei deinen ich am meisten gelernt habe und jene, die mich auch sonst beeindrucken und interessieren, findet ihr hier meine persönlichen Eindrücke.

Georg in Confiteria Ideal

Georg

"El Flaco"

Schütte